Kupferdraht entlacken

Entlacken von Kupferdraht

Für die Herstellung von Motorwicklungen (Statorwicklungen) kommen in der Automobilindustrie, vor allem in der Elektromobilität, in der Regel lackierte Superleitungen zum Einsatz. Diese sogenannten Pins weisen Kantenlängen von einigen mm² auf und sind zur Isolation gegen Kurzschluss mit einem Lack oder einer Schutzisolierung geschützt.

Das Rohmaterial wird von der „Rolle“ (coil) zugeführt und der beschichtete Draht für die Wicklung in „kurze“ Stücke von typischerweise 100 bis 800 mm Länge geschnitten, so dass daraus PINS (sogenannte IPins) entstehen.

Diese IPins werden dann zu Halbschlaufen gebogen und in die gelochten Statorbleche eingesteckt.

Um daraus eine geschlossene Wicklung zu erstellen, muss man die Halbschlaufen miteinander verlöten oder verschweißen.

Für eine optimale Verschweißung werden die Enden der Pins entlackt. Idealerweise erfolgt das bereits – in-line – am durchgängigen Draht, so dass nach dem Schnitt in der Mitte der Entlackungsstelle zwei abisolierte Drahtenden entstehen.

Diese Entlackung lässt sich mit mechanischen Methoden oder – wesentlich reproduzierbarer und prozesssicher – mit dem cleanLASER ausführen.

Das Entlacken mit dem Laser muss am durchlaufenden Draht allseitig erfolgen. Das heißt, der Laserstrahl wirkt von vier Seiten auf den meist rechteckförmigen Drahtquerschnitt ein.

Es handelt sich um ein verlangsamtes Video. Bei den Seriensystemen liegt die Entlackungszeit je nach Draht und Geometrie bei deutlich unter 1 Sekunde.

Die wireLINE Optik

  • Optimal eignet sich dazu die Optik wireLINE: Eine einzige Laserstrahlquelle genügt, um den Laserstrahl über eine Spiegeloptik abzulenken und auf alle vier Seiten zu führen. Eine sehr kostengünstige Methode.

Vorteile der Laserbearbeitung mit wireLINE

    • In Line Bearbeitung „on the fly“, ohne den Draht zu stoppen
    • Der Laser wirkt in einem langen Arbeitsbereich (ca. 300 mm Arbeitslänge) und kann damit ohne Effizienzverlust auch „lange“ Pins kontinuierlich bearbeiten
    • Kompakte Bauweise
    • Zentrale Absaugung
    • Geringe Harddwarekosten im Vergleich zur 4-Laser und 4-Scanner Lösung
    • Optionale kamerabasierte Ergebniskontrolle (bis zu 4 Seiten)
    • Nachgeschaltete kamerabasierte in-Line Ergebniskontrolle (bis zu 4 Seiten)
Partielles Entlacken mit cleanLASER

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